WordPress Vor- und Nachteile

WordPress Beziehungsstatus: Es ist kompliziert

Ich arbeite seit über 8 Jahren mit WordPress. Davor habe ich Erfahrungen mit Contao und mit TYPO3 gesammelt. Doch letztendlich bin ich bei WordPress hängen geblieben. WordPress bietet mir als Designer und Frontend-Entwickler wesentliche Vorteile. Allerdings habe ich über die Jahre auch gemerkt, an welchen Stellen WordPress gegenüber anderen Content Managment Systemen deutlich im Nachteil liegt. Ich möchte keine lange Liste von Vor- und Nachteilen aufzählen. Vielmehr berichte ich über meine Erfahrungen mit WordPress.

WordPress, ich liebe dich!

  • Für jedes Problem finde ich dank der großen Community eine Lösung.
  • Selbst ich als Designer, der über keine komplexen Programmierkenntnissen verfügt, kann dank der Vielzahl an Themes oder Plugins nahezu jede technische Anforderung realisieren. Das gibt mir sehr viel Sicherheit und lässt mich manchmal über mich hinaus wachsen.
  • Websites können dank der Pagebuilder oder dem neuen Gutenberg Editor extrem schnell umgesetzt werden. Auch individuelle Designs können mit etwas Übung ziemlich flott realisiert werden.

WordPress macht es mir also ziemlich leicht, allerdings habe ich über die Jahre auch wesentliche Nachteile mit WordPress festgestellt.

WordPress, wir müssen reden!

  • Zum Beispiel über Spam E-Mails. WordPress ist sehr anfällig für Spam. Sobald man ein Kontaktformular auf seiner Website hinterlegt hat oder die Kommentarfunktion freigeschaltet ist, dauert es nicht lange, bis die ersten Spam-Mails im Posteingang landen. Deshalb müssen immer direkt Gegenmaßnahmen vorgenommen werden. Ätz!
  • Ladezeiten. Je umfangreicher ein Theme ist oder je mehr Plugins man installiert, desto langsamer wird die Seite. Vor allem Themes mit vielen Konfigurationsmöglichkeiten, verarbeiten viele Abfragen, die deutlich die Performance verringern.
  • Aufgebauschte, überladene Layouts und übertrieben viele Animationen. Nur weil es technisch geht, muss man es nicht direkt überall einsetzten. Viele WordPress-Themes, Plugins und Seiten sind einfach over the Top.

Fazit

Ich werde zukünftig auch weiterhin mit WordPress arbeiten, weil die Vorteile einfach klar überwiegen. Der Gutenberg Editor, der vor kurzem mit dem WordPress Update 5.0 erschienen ist, verspricht einiges. Umfangreiche Pagebuilder wie z.B. der Visual Composer oder Elementor werden dadurch hoffentlich abgelöst. Das wird auch Auswirkungen auf Ladezeiten haben. Wird der Kunde jedoch sehr hohe technische Ansprüche haben, wie z.B. einer individuellen Schnittstellenanbindung, komplexe Inhalte, oder generelle stark performant ausgerichtete Websites, werde ich auf andere Systeme zurückgreifen. Flat File Systeme klingen beispielsweise vielversprechend.